Christlich-Schwul-LesBischer Stammtisch Dresden

Ostergruß

Liebe Freundinnen und Freunde,

„Der Herr ist auferstanden!“ – „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ So begrüßen sich am Ostermorgen die Christen in aller Welt. 

Wir wünschen Euch ein gesegnetes Osterfest!

Ostern. Auferstehung. Hebt mich das an?

Die Evangelien berichten, als hätte ein Protokollant daneben gestanden. Nein, so war es nicht.

So ist es nicht. Sondern es geht um Dich und um mich.

Jede und jeder von uns erinnert sich an Orte und Zeiten des Endes. Wirklicher Aussichtslosigkeit. Hoffnungslosigkeit. Golgatha. Grab.

Nein, es geht nicht um Kopf hoch in der Scheiße. Nein, es geht nicht um „denn sie sind selber auferstanden“, wie Goethe im Osterspaziergang sagte. Nein, ich glaube nicht an die Auferstehung.

Ich glaube an den Auferstandenen.

Ich? Nur ich glaube so – auf meine Weise. So wie ich glaubt kein anderer. Aber ich.

Glaube? Nicht: Für wahr halten. Nicht: Verstand an der Garderobe abgeben. Altes deutsches Wort. Neues deutsches Wort vielleicht Axiom? Basis meiner Gedanke und Gefühle.

An? Ja, mit Richtung. Ausrichtung. Beziehung. Ich und ein Du. Vertrauen. Glauben als Vertrauen mit einer Vision. Wer ist: Du? Du, dem ich DANKE flüstern kann?

Den Auferstandenen? Dieses …..?….., das mich durchgetragen hat. Ich weiß nicht, wer. Der. Oder: Die. Ich staune. DU, Jesus? Wer bist DU, Jesus? Ich hätte es nicht gedacht, dass das Ende nicht das Ende war. Doch keine Sinnlosigkeit, sondern Herzenswärme.

So hat jede und jeder von uns schon kleine Ostern erlebt. Unsere Vision: wenn die wirkliche Hoffnungslosigkeit kommt, wenn ich sterben werde, morgen oder in vielen Jahren, dann wird das Ende nicht das Ende sein. Keine Sinnlosigkeit meines Lebens, sondern Herzenswärme. Es wird gut sein. Bei Jesus war es so, also kann es auch bei mir so werden.

Deshalb könnten wir eigentlich aus dem Duden die Wörter Aussichtslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit streichen. Denn sie sind wirkungslos. Stattdessen: es hat Zweck. Alles. Heute. Es wird gut sein. Weil „Gott weiß, dass ich da bin“, wie Johannes XXIII. sagte.

Danke, DU …

Euer Markus R.

So wünschen wir Euch ein gesegnetes Osterfest. „Der Herr ist auferstanden!“ – „Er ist wahrhaftig auferstanden!“

12. April 2020 / Kategorie: Neuigkeiten / Autor: Paul

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  • Termine

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    herzlich laden wir Euch ein

     … zu unserem nächsten

    ÖKUMENISCHEN QUEER-GOTTESDIENST
    am Montag, 11. Oktober 2021, 20:00 Uhr, in der Herz-Jesu-Kirche Dresden, Borsbergstraße 13, 01307 Dresden (Johannstadt) – natürlich unter Beachtung der Hygienebestimmungen.
    Das Thema 
    „Die Zukunft liegt in mir“ geht von dem Sprichwort aus: Jeder ist seines Glückes Schmied. Unser Gottesdienst fragt: Aufbruch wohin? Wie sieht deine eigene Zukunft aus?

  • Newsletter

    Wir laden ein

    … zu unseren weiteren ÖKUMENISCHEN QUEER-GOTTESDIENSTEN:

    an jedem 2. Montag im Monat um 20:00 Uhr, also am

    • November, 20:00 Uhr,
    • Dezember, 20:00 Uhr,
    • in der Herz-Jesu-Kirche,

    anschließend gibt es eine Ausnahme:

    • Januar 2022, 20:00 Uhr,
    • in der Kathedrale (Hofkirche) mit Dekan Norbert Büchner,

    ab Februar weiterhin in der Herz-Jesu-Kirche wie üblich.

    Für alle Gottesdienste suchen wir Freundinnen und Freunde zur Mitwirkung. Jegliche Begabungen sind gefragt – nicht nur „die üblichen“, sondern z. B. auch künstlerische. Meldet Euch beim Vorbereitungsteam.

    3) … zum Mitdenken und Mitentscheiden über unsere eigene Zukunft:

    Nach langer und gründlicher Diskussion schlägt das Vorbereitungsteam vor, als Christlicher Schwul-LesBischer Stammtisch den Gerede e. V. zu verlassen. Dafür gab es eine Reihe von Gründen, die uns als Vorbereitungsteam dazu bewogen haben, intensiv darüber nachzudenken, was wir als Gruppe eigentlich wollen, die wir uns als „christlich“ und „LSBTIQ*“ „in und um Dresden“ verstehen. Wohin geht unser Kurs? Wo finden wir für unser Selbstverständnis den richtigen Heimathafen?  Welche praktischen Folgen hätte eine solche Entscheidung?

    Auf unserer Suche nach einem Heimathafen haben wir vier Möglichkeiten ins Auge gefasst. Dabei haben wir insbesondere seitens der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und der Römisch-Katholischen Kirche in Gestalt des Bistums Dresden-Meißen sehr eindeutige Leuchtsignale wahrgenommen, uns in ihren jeweiligen Gewässern vor Anker gehen zu lassen. Dies hätten wir uns in den Gründungsjahren des Stammtischs nicht träumen lassen!

    Bei unseren Diskussionen im Vorbereitungsteam haben wir uns im Hinblick auf unseren Kurs zu einem neuen Heimathafen u. a. folgende Fragen gestellt:

    • Inwiefern wird unser christlicher Glaube unterstützt, toleriert oder respektiert?
    • Sind wir als LSBTIQ*-Menschen willkommen?
    • Gewinnen wir durch den neuen Träger einen ausreichenden juristischen Schutz (z. B. „eingetra­gener Verein“) bzw. besteht der Status der Gemeinnützigkeit (Anerkennung von Spenden)?
    • Passen wir im Hinblick auf unsere regionale Orientierung zueinander?
    • Können wir ggf. mit finanzieller Unterstützung rechnen?
    • Können wir einen Raum für unsere Treffen nutzen?

    Darüber möchten wir mit Euch nach unserem nächsten Queer-Gottesdienst am Montag, 11. Oktober 2021 in der Herz-Jesu-Kirche, also etwa ab 21.00 Uhr, diskutieren. Das Vorbereitungsteam steht für ggf. bestehende Fra­gen zu den Gründen bereit, die uns dazu gebracht haben, gemeinsam über ein Verlassen des Gerede e. V. zu befinden. Wir werden einen konkreten Vorschlag für einen neuen Träger unterbreiten, über den anschließend beraten und verbindlich entschieden wird.

    … zum Mitwirken beim Katholikentag:

    Der Koordinierungskreis des LSBTIQ*-Zentrums beim www.katholikentag.de vom 25. bis 29. Mai 2022 in Stuttgart sucht Freundinnen und Freunde, die bei der Vorbereitung und Durchführung des QUEER-GOTTESDIENSTES mitwirken. Man muss nicht katholisch sein, um mitzumachen. Vorerst wird es nur Video-Konferenzen für die Vorbereitung geben. Bitte wendet Euch an mfeitel@web.de (Michael Feitel, Berlin).

    … zum Lesen

    des Protokolls der jüngsten Delegiertenversammlung des Regenbogenforums (s. Anhang).

    Wir grüßen Euch und freuen uns aufs Wiedersehen im Gottesdienst

    Eure

    Hendrik, Jürgen, Markus und Paul

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